Donnerstag, 27. Juni - heute geöffnet 9h00 - 18h30 Uhr

Der Traum eines jeden Shoppingcenters

Der Traum eines jeden Shoppingcenters

Der Traum eines jeden Shoppingcenters

KimMy:

Freunde, heute hau' ich ausnahmsweise mal nicht selber in die Tasten, sondern lasse euch ein paar Zeilen von meinem Arbeitskollegen zukommen. Wieso? Weils grad so schön in die Adventsshopping-Zeit passt. Aber lest selbst...

 

 

Ich bin ein konsequenter Typ. Wenn ich mir was vornehme, ziehe ich's durch. Ein Ja ist ein Ja, ein Nein ein Nein. Zumindest meistens. Vernunft und Menschenverstand setzen sich durch. Eigentlich immer. Es sei denn es geht ums Einkaufen. Da ist alles anders.

Wenn Store-Manager, Marktfrauen, Ladenbesitzer oder Shoppingcenter-Chefs sich einen Einkaufs-Avatar erschaffen könnten, dann würden wohl landauf, landab lauter Ichs durch die Gassen und Gänge schlendern. Nicht etwa, weil ich das Privileg einer unbeschränkten Kreditkarte habe. Nein, nein. Es geht um die DNA, die Codierung! Irgendein Gen ist bei mir mutiert. Es macht mich zum Shopping-Terminator. Unberechenbar, und unglaublich unlogisch programmiert. Vernunft und Menschenverstand? – Failed!

Brauche ich ein Geburtstagsgeschenk für meine 5-jährige Nichte, komme ich mit einem neuen Toaster heim. Such' ich ein kleines Mitbringsel für den Besuch bei der Tante, vernarre ich mich in die grossen Kopfhörer. Und benötige ich ein Verlängerungskabel für den Tischgrill, trage ich sechs neue Suppenteller und ein Zweierset Rotweingläser nach Hause. Egal für was ich mich auf die Socken mache: In der Tüte landet meist was völlig anderes. Denn das, was man eigentlich wollte, ist ja langweilig. Man kann es auch später noch besorgen – notfalls an dem Tag, an dem man's dann wirklich braucht. Shoppingpflicht unter Zeitdruck. Funktioniert. Das Problem ist die Kür!

Als einer, der beruflich mit Werbung zu tun hat, müsste ich eigentlich abgebrüht sein. Aber denkste! Error! Immer wieder aufs Neue lässt sich der Terminator verleiten. Sei es durch klug präsentierte Ware, clevere Angebote, oder auch gute, sympathische Verkäufer. Solche wie der sympathische dicke Metzgermeister zum Beispiel, der mir – quasi beim Vorbeigehen – an seiner Theke selbstgemachte «Urschwyzer Znüüni-Würstli» anpreist. Ich bleibe kurz stehen, er erzählt, wie er jedes einzelne davon in seinem «Gadä» oben auf der Alp seines Schwagers aufhängt und selber räuchert, bis es eben genau dieses unverwechselbare Aro... «Okay!» Es Päärli? «Ach, ich nehm grad zwei...»... So läuft das. Ständig. Man gönnt sich ja sonst, eigentlich, – fast – nichts... oder? Jaja, klar.  

Wie's dazu kommt? Vielleicht liegts ja nicht nur am Shopping-Gen, sondern auch an meinem Umfeld. Eine Kollegin von mir hat es fertig gebracht, zwei Zwerghasen inklusive Stroh, Futter, Tränke und Käfig mit nach Hause zu schleppen, obwohl sie eigentlich nur Shampoo besorgen wollte. Detailhandel und  Zwärghäsli auf demselben Stock – eine tierisch fiese Kombination. Bruce und Lee geht's jedenfalls prima. Sie hoppeln bei der Dame durch Haus und Garten, das Shampoo hat sie zwei Tage später besorgt. So etwas ist mir dann doch noch nie passiert. Ich meide Zoofachgeschäfte. Ich kenne mich...

So, und jetzt muss ich los. Noch kurz ein Handyladekabel fürs Auto besorgen. Brauchen Sie noch einen Stabmixer? Oder ein Weinregal? – Einfach bei mir melden morgen.

Pascal, Kumpel von KimMy und selbsternannter Shopping-Terminator

 

PS: Die Fotos zeigen trotzdem das ein oder andere Geschenk. Vor allem die OppoSuits von Manor sind der Hammer!

 

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